Die Ohnmacht gegenüber dem Fortschritt
Wenn ich die Nachrichten verfolge oder mich in meinem Umfeld umsehe, macht es mich traurig und wütend zugleich. Wir Menschen treten die Natur und die Tiere oft mit Füßen. Der eigene Vorteil steht im Fokus, koste es, was es wolle. Oft fühle ich mich machtlos. Ich wirke im Kleinen, doch der große, sofortige Erfolg bleibt aus.
Wir leben in einer Zeit des vermeintlichen Fortschritts. Doch vieles von dieser Technik macht den Menschen am Ende nur unbrauchbarer. Sie raubt der Erde Energie und Materialien, hinterlässt Müll, der niemals ganz vergeht. Wir lagern Chemikalien in der Erde, in der Tiere leben, und überschwemmen die Meere mit Plastik. Allein die unzähligen Zigarettenstummel, deren Filter niemals verrotten – unser Überkonsum erstickt den Planeten.

Ein Plädoyer für das Mitgefühl
Vor einiger Zeit war ich mit einer Organisation Müll sammeln. Es ist erschreckend, wie unachtsam wir mit unserer Umwelt umgehen. Diese Gier nach Macht und das aufgeblähte Ego mancher Menschen führen zu so viel Leid – sei es durch politisch gemachte Kriege oder die Zerstörung von Lebensräumen.
Ein Tier oder eine Pflanze würde nie so agieren. Sie leben im Einklang mit dem Fluss der Natur. Deshalb habe ich mich schon in meiner Jugend entschieden, vegetarisch zu leben. Ich konnte nie verstehen, wie man Wesen essen kann, die vielleicht eine Familie hatten oder in der Massentierhaltung niemals das Tageslicht sehen durften. Tiere, die mit Cortisol und Antibiotika durchtränkt sind, gequält und lieblos behandelt. Mein Herz bricht, wenn ich an diese Ungerechtigkeit denke.

Mein Weg: Minimalismus und Heilung als Neujahrsvorsatz
Oft verspüre ich den Wunsch, fernab der Gesellschaft in Frieden nur mit Tieren zu leben. Ein eigenes kleines Reich, eigenes Gemüse, weit weg von einem System, das auf Angst und der Abgabe von Verantwortung basiert.
Doch solange ich für meine eigene Gesundheit noch Antworten suche, bin ich an das System gefesselt. Aber ich habe mich auf den Weg gemacht. Für dieses neue Jahr sind meine Vorsätze keine flüchtigen Versprechen, sondern eine Lebenseinstellung:
- Minimalismus: Ich möchte weniger besitzen und weniger Teil des Überkonsums sein.
- Natürliche Nahrung: Ich verzichte auf die Chemie der Lebensmittelindustrie, um meinen Körper und die Erde zu entlasten.
- Heilung durch Natur: Ich möchte lernen, mich und andere mit der Kraft der Natur zu heilen, statt von der Pharmaindustrie abhängig zu sein.
- Bewusstsein: Jede Handlung hat eine Bedeutung. Ich glaube an Karma und daran, dass wir die Verantwortung für unser Tun zurückgewinnen müssen.
Wenn ich jetzt wieder durch den verschneiten Wald blicke, weiß ich: Ich möchte leben, nicht nur überleben, um Rechnungen zu begleichen. Ich möchte die Schönheit bewahren, die uns noch geblieben ist.