Was macht man bei einem Bandscheibenvorfall?

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8. Juni 2019



Meine Erfahrung mit einem doppelten Bandscheibenvorfall zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel (L4/L5)
Ein Bandscheibenvorfall ist ein Durchbruch des Gallertkerns einer Bandscheibe durch ihren Faserring. Wir besitzen 23 Bandscheiben und das Innere besteht aus einer Art Gelkissen. Ein Bandscheibenvorfall ist oft mit Schmerzen verbunden, da der Gallertkern auf den Nerv drückt.

Symptome eines Bandscheibenvorfalls gehen fast immer von der Lendenwirbelsäule aus. Das Körpergewicht ist hier einem besonders starken Druck ausgesetzt. Die Schmerzen in der Lendenwirbelsäule sind ziemlich heftig und können bis hin zum Bein ausstrahlen. Empfindungsstörungen können ebenfalls auftreten wie ein Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Lähmungen.

Man kann sagen 90 Prozent der Fälle erleiden einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich. Jetzt bin ich einer davon. Nur mit einem doppelten Bandscheibenvorfall. Ich vergleiche die Schmerzen gern mit einem Hexenschuss oder mit einer stark entzündeten Zahnwurzel. Es sind nicht identische Schmerzen, aber alle extrem unangenehm. Wer das erlebt hat, weiß, dass diese Schmerzen kaum auszuhalten sind.
Skelett mit Beschreibung der Knochen

Ursachen & Risiken, die einen Bandscheibenvorfall begünstigen

Zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr steigt das Risiko eines Vorfalls. Denn je älter wir werden, desto mehr verlieren die Bandscheiben an Elastizität. Zum anderen belasten Übergewicht, mangelnde Bewegung, sitzende Tätigkeiten und schweres Heben die Bandscheiben. In meinem Fall war es in der Tat die sitzende Tätigkeit. Zu dem Zeitpunkt betrieb ich auch keinen Sport, und saß mehr am Schreibtisch als gesund ist. Meine schlechte Sitzhaltung begünstigte zusätzlich den doppelten Bandscheibenvorfall.

Das Ganze geschah natürlich nicht im Sitzen, sondern beim Socken anziehen im Bad an einem Sonntag. Eine drehende Bewegung und es machte “Plonk”. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Körper. An Bewegung war überhaupt nicht mehr zu denken. Mit zusammengebissenen Zähnen humpelte ich gekrümmt zum Telefon, um meine Eltern anzurufen. Das war der Start sich in einer körperlichen Situation zu befinden, die mir zeigte, wie zerbrechlich unser Körper doch ist. Zu Beginn schien alles aussichtslos. Die Ärzte machten mir deutlich, dass ich nicht mehr alle Sportarten ausüben konnte wie zuvor. Das war ein Schlag. Für mich unvorstellbar!

Ich setzte alles daran, um gesund zu werden. Ich ging brav zu meiner Physiotherapie und einer Wärmebehandlung. Zusätzlich besuchte ich einen Osteopathen. Manchmal waren die Schmerzen so unerträglich, dass ich mich nicht mehr bewegen wollte. Depressive Gedanken verfolgten mich. Es schien verlockend einfach nicht mehr aufzuwachen. Einfach nur, um diesen Schmerz nicht mehr spüren zu müssen.

Wenn der Leidensdruck keine andere Option mehr zulässt, außer Veränderung

Nach Monaten beschloss ich Sport auf meine Weise zu integrieren. Zu Beginn spazierte ich 30 Minuten täglich im Sportoutfit durch den Park. Dann begann ich zweimal die Woche Laufen zu gehen. Ich startete mit 20 Minuten. Davon lief ich zwei Minuten langsam. Fünf Minuten ging ich. Alles im Wechsel. Von Woche zu Woche steigerte ich die Laufminuten. Zum Laufen kam das Schwimmen hinzu, dann das Geräte-Training und Kurse.

Eines kann ich versprechen. Bist du bereit wieder Herr deines Körpers zu werden, hast nur du es in der Hand! Laß dich auf keinen Fall von Ärzten oder anderen Menschen entmutigen. Setze dir dein Ziel. Fokussiere dich darauf. Erstelle dir deinen persönlichen Plan dafür. Niemand sagt, dass es leicht wird. Es ist hart. Es wird Rückschläge geben. Ich hatte dreimal einen Rückschlag.

Aufgeben war für mich keine Option. Ich begann den Schmerzen den Kampf anzusagen! Ich biss die Zähne zusammen und betrieb weiter Sport im Wechsel mit meiner Physiotherapie. Nach zwei Jahren ging es bergauf. Im dritten Jahr schien alles nur noch halb so schlimm.

Motivation ist ein Katalysator und verleiht dir ungeahnte Energie

Rückblickend bin ich so unendlich dankbar dafür, dass ich nicht auf alle Ärzte gehört habe, sondern auf mein Gefühl. Letztendlich kenne ich meinen Körper am besten. Heute bin ich wieder in der Lage ganz normal Sport zu betreiben. Sicherlich merke ich von Zeit zu Zeit die Spuren des Bandscheibenvorfalls. Aber das ist kein Vergleich zuvor.

Unterstützende Maßnahmen beim Bandscheibenvorfall

 

Dein Arzt hat bei einen Bandscheibenvorfall festgestellt und eine Physiotherapie verschrieben. Zusätzlich kannst du weitere Maßnahmen vornehmen, um den Heilungsprozess zu fördern.

Phase I bis Phase III beinhalten die Schritte, die ich durchgeführt habe. Für mich war das der richtige Weg. Die Ernährungsumstellung hat mir zusätzlich geholfen. Denn, wenn ich genau weiß, welche Nährstoffe meinen Bandscheiben und meinem Körper nützlich sind, kann ich gezielter das Problem angehen. Es ist extrem wichtig täglich etwas zu tun. Kontinuität und Disziplin sind unabdingbar.

Phase I

#Hydrojet Massage / Wassermassage
#Wärmflasche
#Rotlichtlampe
#Spaziergänge
#MSM (Organischer Schwefel)

Phase II

#Schwimmen
#Leichtes Joggen
#Nordic Walking
#Geräte Training mit Trainer
#Gesunde Ernährung

Phase III

#Gym Kurse
#Yoga
#Meditation
#Radfahren
#Laufen

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